Review

Reviews 8.0

QUORTHON

Quorthon

Ausgabe: RH 84

Quorthon hat sein Soloalbum (guter Witz - Barthory sind eh ein Einmannprojekt...) ganz bewußt nicht unter dem Namen der Black Metal-Legende veröffentlicht. Zwar haben sich die Die-hard-Fans schon auf den letzen Alben an neue (Manowar-artige) Klänge des Meisters gewöhnen müssen, doch Bubblegum-Grungerocker im Stil des flachen 'No More And Never Again' sind schon ein herber Schlag für die Barthory-Anbeter. Quorthon ist auf dem Grungetrip, vermischt diesen neuerworbenen Einfluss in den folgenden Songs aber viel geschickter. Unterlegt von druckvollen Rhythmen und einer Gitarrensoundmauer, läßt der seltsame Schwede die gewohnte Lässigkeit sprechen. Quorthon rockt trocken ab, spielt sogar annehmbare Soli und legt mit 'Boy In The Bubble' in 8:45 Min. eine gewohnt gute Hymne vor. Einen flotten Knaller wie 'Too Little Much Too Late' hätte ich dem Mann nun wirklich nicht zugetraut. Gitarren- und Bassarbeit sind wirklich heavy und verleihen den Songs fürchterlich viel Druck. 'Rain' ist etwas melodischer, aber nicht minder fett, der Gesang vernünftigerweise etwas in den Hintergrund gemischt. Ein besonders guter Sänger ist Quorthon wahrlich nicht, aber diese Platte lebt eindeutig von den vielen guten Riffs und dem überraschenden Abwechslungsreichtum. Ein bißchen Alternative a la Alice In Chains, ein wenig Barthory dort und ein Schuß Rock'n'Roll ergeben eine Scheibe, die stellenweise an die letzte Almighty erinnert. Zweifellos ein gutes Album.

Autor:
Holger Stratmann

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