Review

Reviews 8.0

PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS

The Age Of Absurdity

Ausgabe: RH 369

Nuclear Blast/Warner (41:18)
Das erste akustische Lebenszeichen von PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS, die 2016 erschienene und gleichnamig betitelte Vier-Track-EP, ging als halbgarer Schnellschuss durch, aber mit „The Age Of Absurdity“ macht der ehemalige Motörhead-Gunslinger verlorenen Boden gut. Irgendwo in der Schnittmenge von knarzigem Rock´n´Roll und düsterem Hardrock fühlt sich der Fünfer stilistisch pudelwohl und kann natürlich gar nicht anders, als die eine oder andere Referenz an selige Motörhead-Tage abzufeuern. Alles andere wäre auch nicht glaubhaft, denn den Motörsound hat Mr. Campbell schließlich in der DNA, und es wundert nicht, dass man sich bei manchem Riff oder Lick bei dem Gedanken ertappt, dass es perfekt zum Organ Lemmy Kilmisters gepasst hätte. Diese Zeiten sind leider unwiderbringlich vorbei, aber die Bastard Sons transportieren in manchen Songs eine tolle Scheißegal-Attitüde und punkten neben einer eigenen Identität mit stilistischen Querverweisen zu den ganz Großen des Genres. ´Freak Show´ beispielsweise erinnert zu Beginn an ´Girls Got Rhythm´ von AC/DC, ´Skin And Bone´ klingt, als würden sich Black Label Society ´Sweet Emotion´ von Aerosmith vornehmen, und mit den beiden Bluesern ´Dark Days´ und dem mit Gary-Moore-Vibe auftrumpfenden ´Into The Dark´ zeigt sich die Band von ihrer verletzlichen Seite. Kann man machen.

Autor:
Thomas Kupfer

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