Review

Reviews 8.5
Hardcore

PASCOW

Jade

Label: Rookie/Indigo
Dauer: 31:22
Ausgabe: RH 383

Campino, Nina Hagen, Farin Urlaub und Bela B zum Trotz: Rio Reiser war, ist und bleibt für mich Deutschlands wichtigster Punkrocker ever, auch wenn der gebürtige Berliner während seiner Karriere von Mitte der Sechziger bis zu seinem Tod 1996 oft über den Tellerrand hinausgeblickt hat. Was das mit PASCOW aus Rheinland-Pfalz bzw. dem Saarland zu tun hat? Nun, in dem Kleeblatt lebt der rebellische Intellekt des Ton-Steine-Scherben-Frontmanns weiter, und auch musikalisch und stimmlich lassen sich ähnlich wie bei den großartigen Marathonmann Parallelen zwischen den Vocals von Sänger/Gitarrist Alex Pascow und dem Sprechgesang von Rio ausmachen. Abgerundet wird der sechste Longplayer der Südwestler von einer ganzen Latte wunderbarer Punkrock-Riffs, feinen Melodien und fetten Chören, die sich in bombigen Nummern wie ´Silberblick & Scherenhände´, dem Titelstück und vor allem ´Schmutzigrot´ manifestieren. Auch wenn die Band behauptet, dass sie sich mit „Jade“ von der „kryptischen Scheiße“ der Vergangenheit verabschiedet hat, finde ich das Albumartwork, auf dem eine Halbwüchsige mit Corpsepaint (!) posiert, ehrlich gesagt ziemlich kryptisch, und auch die sprachlich interessanten, oft politischen Texte sind nicht immer leicht zu interpretieren.

Autor:
Buffo Schnädelbach
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