Review

Reviews 8.0

PARADOX

Tales Of The Weird

Ausgabe: RH 308

AFM/Soulfood (55:22)

Als PARADOX 1987 mit „Product Of Imagination“ debütierten, überschlug sich die Fachpresse vor Begeisterung. Trotzdem war bereits nach einem weiteren Album („Heresy“) Schicht im Schacht, bevor die „deutsche Antwort auf Metallica“ im Jahre 2000 mit „Collision Course“ ein gelungenes Comeback feierte. Seitdem stagniert die Combo um das letzte verbliebene Gründungsmitglied Charly Steinhauer (v./g.) zwar etwas in ihrer Entwicklung, der Qualität von „Tales Of The Weird“ tut das aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Auch auf ihrem sechsten Studioalbum zelebrieren PARADOX feinsten Speed- und Thrash Metal, wie er in der Bay Area vor etwa drei Dekaden erfunden wurde. Von Metallica hat sich das Kleeblatt aus Unterfranken im Laufe der vielen Jahre zwar weitgehend emanzipiert, in puncto Riffing klingen Hetfield, Hammett & Co. aber natürlich nach wie vor durch. Roots bloody roots. Ansonsten erweisen sich einmal mehr die etwas dünnen, ausdruckslosen Vocals von Bandleader Charly als einziger Schwachpunkt. Im Klartext: Ein halbwegs charismatischer Frontmann mit ordentlich Schmackes in der Stimme würde der Combo sehr gut zu Gesicht stehen. Anspieltipps: die gut neunminütige Titelhymne, der Speed-Exkurs ´Escalation´ und der prima gecoverte Rainbow-Evergreen ´A Light In The Black´.

Autor:
Buffo Schnädelbach

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