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PANTERA

Cowboys From Hell

PANTERA gehörten zu den größten Witzfiguren des Achtziger-Jahre-Metal. Mit monströsen Fönfrisuren, David-Lee-Roth-für-Arme-Posing und vier ziemlich mäßigen Haarspray-Rock-Alben taten die seit 1981 herumlärmenden Texaner sich und uns keinen großen Gefallen, und als sie 1990 einen radikalen Stil- und Imagewechsel ankündigten, wurden sie anfangs nur noch lauter ausgelacht. Den Spöttern gefror aber schnell das Kichern in der Kehle, denn "Cowboys From Hell" blies wie ein Sturmwind durch eine Origami-Ausstellung. So präzise riffende Gitarren, brachiale High-Tech-Drums und brutale Vocals hatte man in Kombination mit überraschend eingängigen Kompositionen nie zuvor gehört. Thrash Metal musste plötzlich nicht mehr zwangsläufig so räudig wie die ersten Slayer-LPs klingen, um wirklich gut zu sein, es ging auch deutlich melodischer und grooviger.

Dampframmen wie ´Cowboys From Hell´, ´Psycho Holiday´ oder ´Primal Concrete Sledge´ begründeten mit ihrem transparenten, unwiderstehlichen Drive das Neo Thrash-Genre, während die Halbballade ´Cemetery Gates´ zu den dynamischsten Songs gehört, die die metallverarbeitende Industrie je zusammengeschweißt hat. Wie bahnbrechend die Scheibe war, wird deutlich, wenn man sich die Plattensammlungen von Fear Factory oder diversen Neo Metal-Megasellern anschaut.

Autor:
Michael Rensen

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