Review

Reviews 8.0

OZZY OSBOURNE

Black Rain

Ausgabe: RH 242

Epic/SonyBMG (46:28)

Sechs Jahre nach „Down To Earth“ beehrt der Madman seine Fangemeinde mit einem neuen Studioalbum. Und wer nach dem eher durchwachsenen Albumvorgänger und diversen hochnotpeinlichen Auftritten im Verbund mit dem Osbourne-Familienclan gedacht hat, dass Ozzys Stern als Musiker langsam, aber sicher am Sinken ist, der muss nach „Black Rain“ definitiv umdenken. Ozzys Stimme wurde zwar teilweise mehr als gewohnt mit Effekten unterlegt; die Qualität des Songwritings ist aber erfreulich gut, und die mannschaftsdienliche Spielweise von Gitarrenurviech Zakk Wylde, der sich oft zurücknimmt und relativ wenige, dafür aber sehr markante Soli spielt, weiß zu gefallen.

Der Opener ´Not Going Away´ ist ein Trademark-Song in typischer Ozzy-Manier, bei dem man sich sofort heimisch fühlt. Stampfend, simpel, gut. Die Highlights einer starken Platte sind aber das mit einem unverschämt eingängigen Refrain gesegnete ´I Don´t Wanna Stop´, das unkonventionelle, mit orientalischen Gitarrensounds überraschende ´God Bless The Almighty Dollar´ und das leicht spacige ´Civilize The Universe´. Und dann sind da natürlich noch die wunderbar kitschigen Balladen, die zumindest Weichei-Gefühlsduslern wie mir immer wieder das Wasser ins Knopfloch treiben. ´Here For You´ und ´Lay Your World On Me´ heißen die Edel-Tränchendrücker diesmal.

Autor:
Andreas Stappert

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.