Review

Reviews 9.0

OVERKILL

The Electric Age

Ausgabe: RH 299

Nuclear Blast/Warner (50:33)

„Ironbound“ war für viele das stärkste OVERKILL-Album seit 15 Jahren und hält sich seit Februar 2010 konstant in den Top Ten unserer Lesercharts. Klar, dass der Nachfolger, egal wie stark auch immer, eigentlich dagegen abstinken muss. Oder? Nun, „The Electric Age“ übertrifft den Vorgänger (natürlich) nicht - aber von einer schwächeren Scheibe muss man auch nicht unbedingt reden. Alle zehn Songs versprühen diesen alten, punkig-rock´n´rolligen Thrash-Spirit, wie ihn nur OVERKILL, die Motörhead des Thrash, hinkriegen. Oft fühle ich mich an frühe Klassiker wie „Under The Influence“ und „The Years Of Decay“ erinnert, weil Energie und Groove (wieder) allgegenwärtig sind. Zudem legt Frontmann Blitz eine der besten Gesangsperformances seiner gesamten Karriere hin - und das in einem Alter, in dem andere nur noch heiße Luft produzieren. Unglaublich!

Songs wie ´Electric Rattlesnake´, ´Black Daze´ (hört mal auf die Leadgitarre!), ´Old Wounds, New Scars´, ´Come And Get It´, ´Wish You Were Dead´, ´Save Yourself´ oder ´All Over But The Shouting´ haben genauso das Zeug zu Live-Set-Klassikern wie die „Ironbound“-Highlights und werden mit jedem Hören, das teste ich jetzt seit drei Wochen, besser. Ob sie am Ende vielleicht doch noch das Material des gigantischen Vorgängers überstrahlen, muss die Zeit zeigen. Im Moment macht es einfach nur unglaublich Spaß, „The Electric Age“ mindestens einmal täglich in ohrenbetäubender Lautstärke durch die Anlage zu jagen - am liebsten immer dann, wenn Boris gerade nebenan seine Kate-Bush-Balladen abfeuert!

Autor:
Götz Kühnemund

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