Review

Reviews 8.0

ONSLAUGHT

Sounds Of Violence

Ausgabe: RH 285

AFM/Soulfood (48:19)

Diese Platte stinkt gewaltig. Und zwar nach den finsteren Nebenstraßen der etwas runtergekommenen Stadt Bristol, nach Urinlachen, modernden Müllsäcken, nach Blut, Schweiß und Angst. Ihr denkt, HipHop ist heute die Musik der Straße? Ja, vielleicht. Aber der rohe Thrash Metal, den ONSLAUGHT zelebrieren, repräsentiert genauso gut den Spirit eines britischen Arbeiterklasseviertels. Er steht für den verloren gegangenen Glauben an soziale Gerechtigkeit und die Erkenntnis, dass England vielleicht doch nur das reichste Entwicklungsland der Welt ist.

Aus dieser Erkenntnis wächst Wut. Und diese ist auf „Sounds Of Violence“ an allen Ecken und Enden zu spüren. Auch wenn ONSLAUGHT gute Musiker sind und eine transparente Produktion gewählt haben, wirkt diese Scheibe stets ein wenig ungehobelt und rau. Was sicher auch mit den immer noch latent vorhandenen Punk-Einflüssen zusammenhängt. Die engagierten Lyrics tun ihr Übriges, um „Sounds Of Violence“ als ein dickes „Fuck you!“ in Richtung Gesellschaft und Politik zu interpretieren. Tracks wie ´Born For War´, ´Rest In Pieces´ oder ´Suicideology´ prügeln auf dich ein wie eine Horde wild gewordener englischer Hooligans. Genau so muss Thrash Metal schmecken.

Autor:
Frank Albrecht

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