Review

Reviews 8.0

NIGHT DEMON

Curse Of The Damned

Ausgabe: RH 332

Steamhammer/SPV (44:08)
Auf ihrer 2012er Debüt-EP hatten die Kalifornier NIGHT DEMON zumindest partiell noch einen leichten US-Einschlag (z.B. in Richtung oller Dokken), auf ihrem ersten Full-length-Schlag präsentieren sie sich dagegen endgültig als reines NWOBHM-Generikum. Dass sich diverse Fan-Schichten von diesem Underground-Trend bereits genervt zeigen, ficht das Trio, das seinen Deal mit SPV auf dem diesjährigen KIT unterschrieben hat, nicht an, Herzblut steht hier klar über Kalkül. Vieles bleibt bei NIGHT DEMON im Midtempo (Highlight: ´Heavy Metal Heat´), der besonders melodische Rauswerfer ´Save Me Now´ ist ein reiner Demon-Tribut, am geilsten klingt die Chose allerdings, wenn´s zügig nach vorne geht und die Schwarte kracht: ´Full Speed Ahead´, ´Run For Your Life´ (kein Jaguar-Cover, kein Avenger-Cover, kein Salem-Cover, kein Grim-Reaper-Cover) sowie vor allem ´Screams In The Night´ evozieren im Nu Proto-Speed wie die großen Sweet Savage und, ähem, Jaguar, drehen einem die Rübe gnadenlos auf halb acht und regen dabei sogar den Oberlippen-Bartwuchs an (was vor allem bei Weibern schnell scheiße aussieht, also Vorsicht). Dazu kommt: Die durchaus druckvolle, aber dreckige Produktion mufft nach Keller ´81, das Artwork ist debil genug, um geil zu sein, und die lyrischen Ergüsse funktionieren auch noch nach ´ner halben Kiste Oettinger. Also ziemlich viel richtig gemacht, würde ich sagen.

Autor:
Boris Kaiser

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