Review

Reviews 9.0

NECROS CHRISTOS

Doom Of The Occult

Ausgabe: RH 287

Sepulchral Voice/Ván/Soulfood (73:04)

„Doom Of The Occult“ ist ein Death-Metal-Monster, ein wahres Meisterwerk düsterer Tonkunst, dessen Schaffensprozess vier lange Jahre in Anspruch genommen hat. Es auseinanderzupflücken und zu erklären, ist nicht einfach... Wo fängt man da am besten an?

Vielleicht bei der Tatsache, dass es sich bei allem Anspruch und aller Musikalität (99 Prozent aller Death-Metal-Bands können sich spielerisch nicht mit NC messen) immer noch um ein reinrassiges Death-Metal-Album handelt. Zwar sind die meisten Songs auf „Doom Of The Occult“ komplexer und epischer ausgefallen als früheres NC-Material (was u.a. auch an einem neuen Drummer und einem zweiten Gitarristen liegt), sie weisen aber gleichzeitig einen gewissen Mercyful-Fate-Einfluss in den Arrangements und den Gitarren-Leads auf. ´The Pharaonic Dead´ und ´Descending Into The Kingly Tomba´ sind zwei gute Beispiele dafür.

Was NC außerdem von allen anderen Death- und Black-Metal-Bands abhebt, sind die orientalischen Zwischenspiele (die „Temples“ und „Gates“), die als Übergänge zwischen den einzelnen Songs dienen und ohne Ausnahme authentisch sind. Heißt im Klartext: Es gibt keine einzige gesampelte oder „geborgte“ Note auf dem gesamten Album!

„Doom Of The Occult“ wäre es wert, bis ins Detail aufgeschlüsselt zu werden - aber das ist ein Thema fürs kommende Interview. Death-Metal-Fans, die mit der Spannbreite zwischen Morbid Angel und Melechesh klarkommen und darüber hinaus höchst komplexe Arrangements verdauen können, müssen dieses Album gehört haben. Es führt absolut kein Weg dran vorbei.

Autor:
Götz Kühnemund

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