Review

Reviews 8.5

MY DYING BRIDE

The Angel And The Dark River

Ausgabe: RH 96

Mit "The Angel And The Dark River" knüpfen die Engländer nahtlos an den Vorgänger "Turn Loose The Swans" an. Mittlerweile haben sie die übriggebliebenen Death Metal-Einflüsse, die auf dem letzten Werk in miniaturhafter Form noch zu entdecken waren, fast alle über Bord geworfen. Lediglich bei 'A Sea To Suffer In' und auf 'Your Shameful Heaven' klingt die todesbleierne Vergangenheit älterer Releases ein wenig an. Die Musik von MY DYING BRIDE ist 1995 eine Spur schwermütiger geworden und atmet eine einzigartige, fast schon sakrale Erhabenheit. Aarons emotionaler Gesang unterstreicht mit jeder Silbe die schier endlose Trauer der grandiosen Stücke, deren prägendste Instrumente wie immer die schluchzende Geige und die tieftönenden Gitarren sind. Beim Hören der dritten LP der Insulaner verfliegt jeder Gedanke an den Alltagsstreß und die rasende Fahrt unserer Welt in den Abgrund. Man verliert jedes Gefühl für Raum und Zeit. Die Atmosphäre der Stücke verführt zum Schließen der Augen und zum gedanklichen Hineintauchen in den tiefen, dunklen Fluß Styx, aus dem es kein Zurück gibt. Suizidgefährdete sollten von dieser Scheibe die Finger lassen.

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