Review

Reviews 9.0

MORGANA LEFAY

The Secret Doctrine

Ausgabe: RH 80

Du lieber Himmel, die haben's aber eilig. Ganze neun Monate sind seit dem Release des MORGANA LEFAY-Erstlings "Knowing Just As I" vergangen, da steht mit "The Secret Doctrine" bereits der Nachfolger in den Läden. Was auf den ersten Blick wie ein Schnellschuß aussieht, relativiert sich bei näherem Betrachten jedoch, wenn man weiß, daß das Debüt aus altem, lediglich noch mal neu abgemischtem Demo-Material bestand, das teilweise schon zwei Jahre auf dem Buckel hatte. Außerdem hört sich "The Secret Doctrine" nicht wie ein halbgares Expreßpaket an - im Gegenteil. MORGANA LEFAY zeigen den Clawfingers und anderen Trendreitern dieser Welt den ausgestreckten Mittelfinger und beweisen, daß man auch mit traditionellen Stilmitteln ein modernes, abwechslungsreiches und originelles Album machen kann. "The Secret Dcctrine" bietet Power Metal, wie er purer nicht sein kann. Allerdings rede ich hier nicht von einem altbackenen Sound, sondern von Musik, die am ehesten in einem Atemzug mit der von Iced Earth, Metal Church, Manowar oder dem aktuellen Werk von Metallica genannt werden kann. Den größten Sprung tätigte mittlerweile Sänger Charles Rytkönen, dessen Vocals auf dem Debüt noch etwas gewöhnungsbedürftig klangen, inzwischen aber deutlich an Kraft und Transparenz gewonnen haben. Musikalisch decken MORGANA LEFAY das komplette Spektrum dieser Stilrichtung ab - ergo wird von der Power-Ballade ('Last Rites', 'The Mirror') über hymnenhafte Midtempo-Stampfer ('Soldiers Of The Holy Empire', 'Rooms Of Sleep') bis hin zu flotteren Nummern ('Dying Evolution', 'Paradise Lost') alles geboten, was das Metaller-Herz braucht. Überragend ist dabei die Arbeit der beiden Gitarristen Tony Eriksson und Tommi Korpanen, die sich treffsichere Riffs en masse aus dem Ärmel schütteln und mit phantasievollen Leads zu begeistern wissen. Das Ganze kommt in einem klaren, aber druckvollen Sound und mit einem wunderschönen Cover- Artwork daher. Wollt ihr wirklich noch mehr? "The Secret Doctrine" ist eine vielseitige Metal-Scheibe, die garantiert KEINE Alternative/Grunge-Sequenzen enthält.

Autor:
Frank Albrecht

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