Review

Reviews 8.0

MICHAEL MONROE

Sensory Overdrive

Ausgabe: RH 287

Spinefarm/Universal (33:04)

Auch wenn „Sensory Overdrive“, der aktuelle Solo-Output MICHAEL MONROEs, nicht gerade mit einer üppigen Spielzeit glänzt, gehört die Platte zum Besten, was in letzter Zeit im Rotzrock/Punkrock-Lager veröffentlicht wurde. Zusammen mit seinem kongenialen Sidekick Ginger (ex-Quireboys/The-Wildhearts) und einer astreinen Backing-Band, bei der mit Sami Yaffa der frühere Hanoi-Rocks-Tieftöner angeheuert hat, präsentiert sich Mr. Monroe in herausragender Form. Das beginnt beim treibenden Opener ´Trick Of The Wrist´, der den Backyard Babies gut zu Gesicht gestanden hätte, und der Siebziger-Hommage ´´78´ und setzt sich, abgesehen vom etwas stumpfen ´Modern Day Miracle´, nahtlos bis zum letzten Song der Platte, ´Debauchery Is A Fine Art´ (mit Gastvocals von Lemmy und schon jetzt ein heißer Anwärter auf den Songtitel des Jahres), fort. Mit „Sensory Overdrive“ transportiert Rock´n´Roll-Urgestein Monroe eindrucksvoll den Spirit der späten siebziger und frühen achtziger Jahre in die Jetztzeit, kombiniert geschickt Glamrock- und Old-School-Punk-Einfüsse, integriert mühelos Mundharmonika- und Saxophon-Klänge in diesen Soundcocktail und sorgt für eine faustdicke Überraschung. Das ist großes Kino, das von Jack Douglas, der schon die frühen Aerosmith-Meilensteine als Produzent veredelte, brillant in Szene gesetzt wird.

Autor:
Thomas Kupfer

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