Review

Reviews 8.0

MACABRE

Dahmer

Ausgabe: RH 160

Lange Zeit war es ziemlich ruhig um die drei Sickos aus Chicago. Aber nach der "Unabomber"-EP, die eigentlich nicht mehr als ein kalorienarmer Appetitanreger war, gibt es jetzt endlich wieder reichlich Vollwertkost in Form einer Familienpackung Mörder-Metal. Um dieses Mahl richtig genießen zu können, sollte man von Haus aus aber schon eine gehörige Portion möglichst kranken Humor mitbringen. Mal abgesehen davon, dass MACABRE völlig respektlos alle möglichen Musikstile von Death- über Thrash Metal bis hin zu Punk, Jazz (!), Grindcore, Blues und völlig abgefahrenen Fun-Einlagen miteinander verbinden, dürfte der Massenmörder-Tick der Truppe auch nicht jedermanns Sache sein. Diesmal hat man sich für Jeffrey Dahmer - einen der übelsten Serienkiller der amerikanischen Justizgeschichte - entschieden (gähn - Red.) und zeichnet dessen kaputtes Leben in insgesamt 26 Songs nach. Wie gesagt: nix für jedermann! Aber mit soviel Augenzwinkern und musikalischer Virtuosität - jawoll! - umgesetzt, dass zumindest ich mich dem kranken Charme der Scheibe nicht entziehen kann.

Autor:
Andreas Stappert
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