Review

Reviews 10.0

LOINCLÖTH

Iron Balls Of Steel

Ausgabe: RH 306

Southern Lord/Soulfood (39:12)

Was auf dieser Offenbarung kreativen Genies, technischer Überlegenheit und emotionaler Tiefe veranstaltet wird, ist nur schwer mit Worten zu beschreiben - man muss es hören. Einer kleinen Schar Eingeweihter werden sich bei der Nennung der Rhythmussektion die Augen weiten: Steve Shelton und Cary Rowells von Confessor leben hier mit einem weiteren Signature-Player an der Gitarre und ohne Sänger ihre überbordenden Inspirationsschübe aus. Die komplexen, fließenden Strukturen sind offener als die von Confessor, und weil zudem das strukturierende Element des Gesangs fehlt, eignen sich LOINCLÖTH noch klarer ausschließlich für genaues Zuhören, vorzugsweise unter dem Kopfhörer. Dort offenbart sich der Zugang zu den tiefsten Tiefen der menschlichen Seele, in die diese wunderbare Musik den Hörer reißen kann. Monolithische Riffs, entrückte Melodien, bedrohliche Langsamkeit, unzählbare Drumpatterns, Dunkelheit und Schwere ergeben unheilverkündende Wucht und eigentümlich strahlende Schönheit, das Erwachen aus diesem Erlebnis kommt einer Erweckung gleich. Wer LOINCLÖTH durchlebt, gewinnt Erkenntnis. Über sich selbst vielleicht, über das Göttliche im Menschen, zumindest aber über Musik.

Autor:
Hendrik Lukas

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