Review

Reviews 8.0

LINGUA MORTIS ORCHESTRA

LMO

Ausgabe: RH 315

Nuclear Blast/Warner (65:40)

Viele Fans haben es schon lange gefordert, und so ist es nur konsequent, dass das Ruhrpott-Original Rage seine orchestrale Ader künftig unter dem LINGUA MORTIS ORCHESTRA-Banner auslebt. Doch Vorsicht: Wer auf eine stilistische Fortsetzung der Ende der Neunziger sehr erfolgreichen Orchesterphase hofft („Lingua Mortis“, „XIII“, „Ghosts“), könnte enttäuscht werden. Während sich damals mit Christian Wolff ein externer Arrangeur um die Orchesterparts kümmerte und das Material vor allem durch seine dichte Atmosphäre überzeugte, geht es unter der Ägide von Multitalent und Gitarrenvirtuose Victor Smolski natürlich mehr um technische Versiertheit und komplexe Arrangements. Selbst im Vergleich zu den ebenfalls mit Victor entstandenen Orchesterstücken ´Suite Lingua Mortis´ (von „Speak Of The Dead“) und ´Empty Hollow´ (von „Strings To A Web“) geht „LMO“ noch ein ganzes Stück weiter: Das LINGUA MORTIS ORCHESTRA-Debüt tendiert durch die Hinzunahme von zwei Gastsängerinnen - eine davon Sopranistin - und einige kitschige Passagen (allen voran die schmierige Ballade ´Lament´ und der Refrain von ´Eye For An Eye´) in Richtung Opera Metal, ein Metier, das die selbst mit Orchester erdig agierenden Rage bisher gekonnt umschifft haben. Dennoch demonstriert das Ensemble mit ´Cleansed By Fire´, ´Scapegoat´, ´The Devil´s Bride´ und dem alles überragenden ´Witches´ Hammer´ oft genug die perfekte Verzahnung von Orchester und (verdammt hartem) Metal und hebt damit die Kollaboration der beiden unterschiedlichen Musikstile auf ein neues Level.

Autor:
Ronny Bittner

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