Review

Reviews 6.0

LES DISCRETS

Septembre Et Ses Dernières Pensées

Ausgabe: RH 275

Der Bandname legt es nahe: Die Franzosen hauen nur wenig auf den Putz, sondern kratzen die letzte Sommerfarbe den September erwartend still und leise herunter. Das tun sie mal mit Gothic-mäßigem Pathos (wenn eine Band wie Katatonia denn jemals Gothic gespielt hat), mal mit folkigem, fast black-metallischem Approach (die wenigen harten Gitarren atmen durchaus Bathory bzw. Moonsorrow) und mal mit postrockiger Muße. Die Chuzpe, mit französischen Vocals zu arbeiten, wird belohnt, denn der Klang des Romanischen steht ruhiger Musik wie dieser prinzipiell sehr gut. Leider ist Fursy Teyssiers Stimme zu dünn, um wirklich zu bewegen, und das Songwriting versinkt allzu oft in Beliebigkeit. Und Beliebigkeit ist bekanntermaßen der erbittertste Gegner großer Gefühle.

Autor:
Boris Kaiser
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