Review

Reviews 8.5

LEPROUS

The Congregation

Ausgabe: RH 337

InsideOut/Universal (65:48)
Keine andere Band schafft es momentan so selbstverständlich wie LEPROUS, Fans moderner und traditioneller Prog-Metal-Klänge gleichermaßen aus den Stricksocken zu hebeln und dabei auch noch einen völlig eigenständigen Stil zu kultivieren. Das Kauzig-Verträumte von Fair To Midland findet sich auf „The Congregation“ genauso wieder wie die monolithische Urgewalt von Tool, das Epische Dream Theaters, der düster-theatralische Bombast Saviour Machines, das Unkonventionelle der neueren Opeth, das Avantgardistische von Gojira oder Kvelertak und eine - das geht! - organische Variante des Djent-Riffings. Aus all diesen winzigen Puzzlestücken und vielen, vielen eigenen Geistesblitzen formen LEPROUS ein im höchsten Maße spannendes, gleichzeitig mit beiden Beinen auf dem Boden stehendes und mit dem Kopf in den Wolken thronendes Opus, dessen unzählige Facetten sich erst nach diversen Durchläufen offenbaren. Für den Anfang kann man sich am besten an den eingängigen Gesangslinien von Mastermind Einar Solberg entlanghangeln, der mit seiner dramatischen, fast schon an das Charisma von a-has Morten Harket heranreichenden Stimme 99 Prozent aller Mikro-Konkurrenten locker aussticht. Am einfühlsamsten klingt er im zerbrechlichen ´Lower´, die genialste Hyperpomp-Explosion der Instrumente darf in den Schlussminuten von ´Rewind´ bestaunt werden. Fabelhaftes Album!

Autor:
Michael Rensen

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