Review

Reviews 8.5

LÄÄZ ROCKIT

Nothing's Sacred

Ausgabe: RH 56

Irgendwie gehören sie zu den ewigen Losern, die Jungs von LAAZ ROCKIT. Trotz hervorragender Album-Releases wie "City's Gonna Burn", "Know Your Enemy" oder der unterbewerteten "Annihilation Principle"-Scheibe sind die Mannen um Frontmann Michael Coons nie über einen gewissen Insiderstatus hinausgekommen. Ständige Line-up-Wechsel, unfähige Plattenfirmen, schlechte Manager - alles Faktoren, die den Durchbruch dieser einst hoffnungsvollen Band verhinderten. Jetzt melden sich LAAZ ROCKIT nach mehrjähriger Zwangspause wieder mit einem starken neuen Album namens "Nothing's Sacred" zurück, das aber wahrscheinlich zwei Jahre zu spät kommt. Es hat ja leider den Anschein, als müsse der gute alte Bay Area-Thrash zugunsten des Death Metals abtreten, aber vielleicht gibt es ja in Deutschland doch noch ein paar eingefleischte Thrash-Fans. Diese sollten dann hier unbedingt zugreifen, da "Nothing's Sacred" ein beinhartes Album geworden ist, das sich nicht hinter alten Exodus- oder Testament-Scheiben zu verstecken braucht. "Nothing's Sacred" klingt wie ein Relikt aus den guten alten Anfangstagen des Bay Area-Thrashs, als sich oben genannte Bands noch nicht so sehr um die Melodie, sondern um die Aggressivität der Songs kümmerten. Rasend schnelle Gitarrenriffs und unbändige Doublebass-Attacken sind die Markenzeichen dieser Scheibe, wobei vor allem die Uptempo-Kracher 'Curiosity Kills', 'Into The Asylum' und 'Silence Is A Lie' herausstechen. Aber auch der hymnenhafte B-Seiten-Opener 'Suicide City' oder das abschließende Instrumental 'Necropolio' wissen zu überzeugen und zeigen, wie Thrash Metal anno 1991 zu klingen hat. Auch von der produktionstechnischen Seite her stimmt alles, saß doch mit Michael Rosen ein alter Hase hinter den Reglern, der den LAAZ ROCKIT-Sound so brutal und ursprünglich wie nur möglich gelassen hat. Diese Platte dürfte die letzte Chance für die Band sein, sich endgültig in der Szene zu etablieren. Ob ihnen das gelingt, müßt ihr nun entscheiden. "Nothing's Sacred" ist jedenfalls eine lohnenswerte Anschaffung, die ich mit 8,5 Punkten bedenke und die ihr, wenn ihr sie nicht selbst kaufen wollt,eurem Freund oder eurer Freundin zu Weihnachten schenken solltet.

Autor:
Frank Albrecht

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