Review

Reviews 6.0

L.A. NOIRE

Ausgabe: RH 291

(Rockstar) (PS3, USK 16)

Wenn ein Mix aus „Mafia“, „Police Quest“ und „Red Dead Redemption“ von Rockstar Games ins Haus steht, ist natürlich maximale Vorfreude angesagt. Was soll da noch schiefgehen, nachdem der eben erwähnte „GTA“-Westernableger ein absolutes Highlight der letzten Jahre darstellte? Leider einiges, wie sich schnell herausstellt. Aber dazu später mehr.

Als mit hohen Ehren ausgezeichneter Japan-Veteran fängt man im Los Angeles der vierziger Jahre als einfache Streife bei der Polizei an und steigt durch Ermittlungserfolge die Karriereleiter schnell nach oben. Leider klingt das spannender, als es ist, und damit haben wir auch schon den Hauptkritikpunkt eines aufgrund seiner Kulisse eigentlich atemberaubend aussehenden Spiels. Vielleicht hätten die Entwickler genauso viel Zeit in die Aufrechterhaltung der Motivation des Spielers investieren sollen, wie sie es offensichtlich bei der Programmierung der Grafik getan haben. Langweilige Fälle im immer gleichen Muster, eine lineare Storyline ohne viele Freiheiten und Ermittlungen, die das Denkvermögen des Spielers kaum herausfordern, lassen die Spannungskurve regelmäßig in den Keller sinken. Insgesamt also etwas enttäuschend, weil die Spielidee eigentlich großes Potenzial hatte. Am Ende heben nur die Kulissen, die spaßigen Verhöre und das klassische „GTA“-Fahrvergnügen „L.A. Noire“ leicht über den Durchschnitt.

Autor:
Michael Pick

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