Review

Reviews 4.0

KORN

Life Is Peachy

Ausgabe: RH 114

Seit ihrer Gründung wollen sich KORN auf Teufel komm raus als die neuen Bürgerschrecke etablieren. Benannt haben sie sich nach einem Erlebnisbericht aus der Schwulenszene, in dem ein Typ erzählt, ihm habe sein Lover, während er sich von ihm oral den Hintern verwöhnen ließ, eine Ladung Durchfall in den Mund gepupst, worin sich auch ein Maiskorn befand (Jan, wir sind gerade beim Frühstück! - Red.). Auf so was muß man erstmal kommen. Darüber hinaus läuft Sänger Jonathan mit einem "HIV"-Tattoo in der Gegend herum (zu dem er sich allerdings nicht näher äußert), hat mal in einem Leichenschauhaus gearbeitet und legt auch sonst viel Wert darauf, möglichst gestört rüberzukommen. 'Kill You' der eigenen Stiefmutter zu widmen, ist dagegen richtig harmlos, und daß 'Adidas' für 'All Day I Dream About Sex' steht, dürfte gar niemanden mehr provozieren. Ice Cubes 'Wicked' zu covern (mit Deftones' Chino als Gast-Sänger), ist auch nicht gerade originell, aber immerhin 'ne sichere Nummer, denn bei den Eigenkompositionen hapert's im Hause KORN erheblich. Millionen von Ami-Kids verehren die Kerle jedoch geradezu kultisch, was allerdings die gleichen Gründe hat, die schon Mist wie Marilyn Manson zu Stars werden ließ: große Klappe und nix dahinter. So können sich KORN auch auf "Life Is Peachy" wieder mit meist stinklangweiligem Psycho-Rumpelrock durchmogeln, dessen Unterhaltungswert sich in Grenzen hält. Daß 'Wicked' der Höhepunkt der Scheibe ist, spricht Bände.

Autor:
Jan Jaedike

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