Review

Reviews 7.5

KOBRA AND THE LOTUS

High Priestess

Ausgabe: RH 331

Spinefarm/Universal (44:58)
„High Priestess“ ist wieder mal ein Paradebeispiel dafür, was eine Produktion alles ausmachen kann: Während das Vorgängerwerk „Kobra And The Lotus“ noch von Kevin Churko aufgemotzt wurde, hat Johnny K bei „High Priestess“ für eine klangliche Entschlackung gesorgt. Gitarren und Schlagzeug klingen ähnlich basisch und trocken wie die letzten Megadeth-Alben, die ebenfalls aus der Johnny-K-Schmiede stammen. Irgendwie hat das, was Andreas Himmelstein im Review zum letzten Album noch als „überambitioniert“ und „künstlich“ verschrien hat, den Sound der Band aber sinnstiftend zusammengehalten. Oder anders gesagt: „Kitsch und Pathos“, die den Kompositionen immer noch anhaften, schreien soundtechnisch nach einer größeren Geste. Besonders die Stimme von Kobra Paige verliert leider viel von ihrem Reiz, wenn sie ohne Dopplungen und Hall auskommen muss. Rein musikalisch gesehen machen die Kanadier vieles richtig, sind aber summa summarum weder Fisch noch Fleisch. Wer sich hingegen immer eine Band gewünscht hat, die so klingt, als würde Evanescence-Fronterin Amy Lee bei Nevermore singen, wird hier bestens bedient. ´Soldier´ dürfte auch Hammerfall-Anhängern zusagen, und Fans von Huntress und Benedictum hören eh rein.

Autor:
Ronny Bittner

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