Review

Reviews 9.0

KING'S X

Dogman

Ausgabe: RH 81

Oha, die Herren KING'S X geben jetzt auch ein bißchen Gas. KING'S X, bisher bekannt für perfekten Melodic-Rock und in der Liga recht knapp hinter den Rock-Dinosauriern Rush einzuschätzen, liefern ihr bisher wütendstes Album ab. "Dogman" ist gnadenlos heavy produziert. Wenn Doug Pinnick seinen Bass anschlägt und Jerry Gaskill in die Bassdrum kickt, kriegen die Nachbarn 'ne Herzkrise. Diese Platte muß man laut hören, damit man das Powertrio in Proberaumatmosphäre miterleben darf. So zum Beispiel die geschickte Jam am Ende von 'Don't Care', wo Gaskill mit seinen Jungs in Ekstase noch ein paar Breaks aus dem Ärmel schüttelt. Oder die ungewöhnlich schweren 'Dogman', 'Complain', 'Human Behavior' und 'Black In The Sky', wo KING'S X ihre Heaviness im Stile von Helmet (!) ausspielen. Mit dem punkigen 'Go To Hell' im Ramones-Stil ist die Überraschung dann perfekt. Um ein wirklich stimmungsvolles Album zu komplettieren, dürfen natürlich auch ruhige Nummern nicht fehlen. KING'S X schreiben keine Balladen, sondern emotionsgeladene Musik. 'Flys And Blue Skys', 'Sunshine Rain' oder 'Cigarettes' sind das Beste, was mir in letzter Zeit in dieser Richtung untergekommen ist - von perfekten Melodic-Rockern wie 'Fool You' oder 'Pretend' ganz abgesehen. Mag sein, daß bisher der Eindruck entstand, KING'S X seien Exoten. Wenn sie's sind, dann nur deshalb, weil sie den klassischen Hardrock wiederbelebt haben.

Autor:
Holger Stratmann

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