Review

Reviews 6.5

KARMA

Inside The Eyes

Ausgabe: RH 188

(63:58)

Die Brasilianer KARMA sind dem Angra-Umfeld entsprungen (Bassist Felipe Andreoli ist seit "Rebirth" sogar festes Mitglied bei Brasiliens Power-Metal-Aushängeschild) und offerieren uns mit ihrem Debütalbum düsteren, Keyboard-getränkten Progressive Metal. Der Fünfer versucht im Fahrwasser von Referenz-Bands wie Power Of Omens, Symphony X oder auch Fates Warning mitzuschippern und kann phasenweise durchaus überzeugen. Insbesondere das durchdachte, überaus komplexe Zusammenspiel von Gitarren, Keyboards und Drums sorgt bei Frickel-Freunden für feuchte Maulecken. Schwierig wird es allerdings, wenn Sänger Thiago Bianchi die Gäulchen durchgehen und er sein ohnehin schon in höchsten Tönen jubilierendes Organ bis unter die Wohnzimmerdecke schraubt. Das klingt dann in etwa so, als würde ihm Ronaldo höchstpersönlich auf den Glocken stehen. Abzüge gibt es außerdem für das etwas eindimensionale Songwriting und die nur bedingt fesselnden Melodien. Außer dem gelungenen, atmosphärisch sehr dicht arrangierten Instrumental ´World In Madness´ und dem von Ex-Angra-Goldkehlchen Andre Matos begeistert intonierten ´The Speech´ ist auch nach mehrtägiger Beschallung kein Song in meinem Schmalzschacht hängen geblieben.

Dennoch: Wer auf handwerklich sauber arrangierten Prog Metal mit leichtem Düster-Einschlag steht und sich nicht zu sehr an hohen Vocals stört, sollte KARMA mal anchecken.

Kontakt: atrheia@galactica.it

Autor:
Patrick Schmidt

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