Review

Reviews 8.5

JOE BONAMASSA

Dust Bowl

Ausgabe: RH 287

Mascot/Rough Trade (63:06)

Nach dem etwas überhastet rausgedrückten „Black Rock“ kehrt Blues-Magier JOE BONAMASSA furios zum Qualitätslevel seines bis dato besten Albums „The Ballad Of John Henry“ zurück. Schon beim Opener ´Slow Train´, einer programmmusikalischen Wundertüte, in der Joe und seine Nebenleute eine über die Prärie donnernde, tonnenschwere Dampflok klanglich nachbilden, stehen sämtliche Körperhaare zu Berge, und von zwei, drei „nur“ guten Nummern abgesehen, läuft die Glückshormonausschüttung bis zum Schluss auf Hochtouren. Der edle Düster-Groover ´Dust Bowl´, der mit John Hiatt durch den Saloon geprügelte Country-Rocker ´Tennessee Plates´, das mit sumpfigem Led-Zeppelin-Folk-Einschlag verzaubernde ´Black Lung Heartache´, der superentspannte Eric-Clapton-in-Rente-Schicker ´The Last Matador Of Bayonne´ oder das in The-Who-Manier riffende ´The Whale That Swallowed Jonah´ sind Hits allerfeinsten Zuschnitts, die weit über den Bluesrock/Delta-Blues-Background vieler anderer Genre-Vertreter hinausgehen. In Bonamassa vereinen sich die melodische Ausdrucksfähigkeit Stevie Ray Vaughans, der ultrapräzise Feinschliff Eric Johnsons, das Songwriting-Gespür eines Warren Haynes und das visionäre Gesamtkonzept Steve Hacketts zu einem vieldimensionalen musikalischen Universum, in dem die Sterne spätestens mit diesem Album heller strahlen als in jedem anderen modernen Blues-Kosmos.

Autor:
Michael Rensen

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