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REVIEW 6.5 19.02.2020

(Album, RH 394, 2020)

GREEN DAY - Father Of All...

Dieses Album wird in die Geschichte eingehen. Nicht aufgrund seiner seltsamen Mischung aus Glampop, hektischem The-Hives-Gezappel, Spuren von Wave und der minimalistischen Orientierung am Rhythmus der Black Keys. Nicht, weil Billie Joe Armstrong seine einzigartige Stimme gerne hinter Effekten versteckt wie ein Autotune-Rapper in Jogginghose. Nicht mal, weil diese am weitesten vom Ursprungs-Punk entfernte Platte zugleich noch kürzer ist das Debüt. Sondern, weil sich um all diese Aspekte eine Verschwörungstheorie entsponnen hat. Das Werk sei ein Scherz, mutmaßt die Netzgemeinde. Ein Stinkefinger an das Majorlabel, mit dem sie ihren Vertrag endlich erfüllt haben, bevor dann noch in diesem oder zu Beginn des kommenden Jahres die eigentliche Wiedergeburt GREEN DAYs stattfände, auf eigenen Beinen. Die Indizien? Ein Titel, der in Gänze „Father Of All Motherfuckers“ heißt, daher gekürzt werden muss und über den Mutterfickern auf dem Cover ein Einhorn enthält. Ein Manifest zur Platte, das sich liest wie eine Mischung aus Drogenrausch und Expressionismus. Textzeilen wie „lyin´ in a bed of blood and money“ und Titel wie ´Take The Money And Crawl´, die den zynischen Abschied vom Big Business thematisieren. Wir werden sehen ob es stimmt - und ob auf diese 26 Minuten überproduzierten Stilwechsels ein nächstes „Dookie“ oder „American Idiot“ folgt. So oder so steckt dennoch ausreichend GREEN DAY-DNA in der Platte - auch und gerade dann, wenn sie tatsächlich „nur“ ein Brocken provokanter Konzeptkunst sein sollte.

REVIEW 6.0 19.02.2020

(Album, RH 394, 2020)

ANVIL - Legal At Last

Seit dem herzlichen „Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft“-Film ist es nicht leicht, etwas Kritisches über die Band zu schreiben. Die Canucks sind darin einfach zu sympathisch und selbstredend zu hundert Prozent Metal. Darüber hinaus bot der Vorgänger „Pounding The Pavement“ von 2018 relativ wenig Anlass zur Kritik, auch wenn das kanadische Trio eh immer nur eine simple Mischung aus Rock´n´Roll, Hardrock und Metal ausrollt. Was an „Legal At Last“ in erster Linie nervt, sind die plakativen „Witzchen“, angefangen beim Cover, das einen kiffenden Engel mit einer ANVIL-Bong zeigt. Stolz freut sich Herr Kudlow, dass die liberale kanadische Regierung Marihuana legalisiert hat und „damit auch die ANVIL-Bong“. Wow. Auch wenn man als Krautrocker vielleicht darüber nachdenken könnte, deshalb ins gelobte Land überzusiedeln, muss ich mir ja nicht gleich einen Song dazu antun. Trotzdem ist der Motörhead-Doublebass-Roller schon das einsame Album-High(light). Denn es geht ja weiter, mit ´Nabbed In Nebraska´, wo sich Lips über die restriktive Drogenpolitik eines US-Bundesstaats ausheult (sorry, aber ´Busted At The Border´ von Thunderhead war da deutlich cooler). Als Nächstes werden wir über ´Chemtrails´ (oje...) aufgeklärt oder ´Plastic In Paradise´. Im Hintergrund sind Gangshouts zu hören, die fast schon wie eine Metal-Parodie klingen. Ist es nur (etwas zu platter) Humor, übersteigertes Sendungsbewusstsein oder schon tumbes Klischee? „Legal At Last“ lässt einen zuweilen etwas ratlos zurück. Musikalisch ist es grundsolide, vor allem die kompetente Produktion und das superbe Schlagzeugspiel lassen keine Wünsche offen, aber das Songwriting und der spröde Gesang können diesmal nur selten begeistern. Es mangelt an metallischem Biss und echtem Wortwitz. Wie schon bei einigen Alben der Neunziger wirken ANVIL wie müde Wiederholungstäter. Seht euch mal das Video zu ´Nabbed In Nebraska´ an...

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