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REVIEW 8.0 28.04.2021

(Album, RH 407, 2021)

ELECTRIC BOYS - Ups!de Down

Dieser Einstieg ist mal ungewöhnlich: Als Opener und Quasi-Titelsong wählen die ELECTRIC BOYS mit 'Upside Down Theme' ein über siebenminütiges Instrumental, in dem sie ihr musikalisches Spektrum furios abstecken. Geschmackvoller Classic Rock wird von mächtigen Funk-Grooves mit knackiger Bass-Power angetrieben und von teils bluesigen, teils flirrend experimentellen Soli gekrönt - da kommt selbst ohne Gesang keine Langeweile auf! Die anderen Nummern werden von Frontmann Conny Bloom gekrönt, der mit seiner souligen Stimme eine wohlige Wärme verbreitet und auch ein Händchen für feine Hooklines hat ('Tumblin' Dominoes'). Der bemerkenswerteste Song ist 'Never Again Your Slave', bei dem die Schweden mit cleverer Laut/leise-Dynamik und Monster-Riff die Wucht von Rage Against The Machine in das Soundgewand von Aerosmith kleiden; cool auch das lässig geschnodderte 'The Dudes & The Dancers'. Als neuer Gitarrist ist übrigens Martin Thomander, der bereits auf dem dritten Album „Freewheelin'“ zu hören war, zurückgekehrt, und auch das Zurückgreifen auf einen anderen Schlagzeuger (Niclas Sigevall konnte wegen der Corona-Reisebeschränkungen nicht aus L.A. ausreisen) kompensiert die bereits seit Ende der Achtziger aktive Band mit ihrer Erfahrung souverän. Fortan verbindet man den Titel „Upside Down“ nicht mehr nur mit Diana Ross. 3 Fragen an ELECTRIC BOYS-Sänger/Gitarrist Conny Bloom: Conny, warum habt ihr ausgerechnet ein Instrumental als Opener und Titelsong gewählt? »Schon in dem Moment, als ich den Song schrieb, fühlte er sich wie das Thema des ganzen Albums an. Wir konnten für die Nummer einfach keinen anderen Platz als den Anfang finden. Wo hätten wir sie sonst hinpacken sollen? In die Mitte? Das wäre doch seltsam gewesen.« Warum ist euer Gitarrist Franco Santunione ausgestiegen und Martin Thomander als sein Nachfolger noch mal zurückgekehrt? »Franco und wir hatten einfach zu unterschiedliche Ansichten - jetzt ist jeder von uns glücklicher. Wir konnten uns keine andere Option als Martin vorstellen. Zusammen mit ihm geht nun eine richtige Twin-Guitar-Attack im Fuzz- und Wah-Wah-Land ab - und die genießen wir wirklich sehr!« Hat es sich mit Aushilfsschlagzeuger Jolle anders angefühlt als mit Niclas? »Offensichtlich hat jeder seinen eigenen Stil, aber Jolles Drumming passt auch gut zum ELECTRIC BOYS-Sound, weswegen er uns schon seit 2009 immer wieder mal aushilft. Sowohl auf der Bühne als auch im Studio kommt bei uns eine große Maschine ins Rollen, und ich denke dann nicht darüber nach, wer hinterm Schlagzeug sitzt, weil beide unfassbar gut und kraftvoll spielen.« (ms)

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