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REVIEW 9.0 26.05.2021

(Album, RH 408, 2021)

LEVARA - Levara

Bei LEVARA haben Trev Lukather, Jules Galli und Josh Devine zusammengefunden. Der eine ist der Sohn von Gitarrenlegende Steve Lukather, während Jules vor fünf Jahren aus seiner französischen Heimat nach Los Angeles auswanderte, wo er schnell zu einem gefragten Musiker wurde. Der Brite Josh indes verdiente sich seine ersten Sporen bei der britisch-irischen Boygroup One Direction - aber keine Angst, er zählte dort nicht zu den hübschen Junge-Mädchen-Betörern mit dünnem Stimmchen, sondern er hat tatsächlich was auf dem Kasten, denn er musste als Drummer wirklich „arbeiten“ und sein Instrument beherrschen. Doch was bedeutet das für LEVARA? Es könnte sehr wohl eine Namedropping-Kerze sein, die man schnell auspusten kann, oder steckt mehr hinter dem Trio? Auf alle Fälle! Die Herren kombinieren auf ihrem Erstling die Bodenständigkeit des harten Rock mit den großen Melodien und Chören des Arena Rock, ohne penetrant an eine andere Band zu erinnern. Zugleich sind ihre zehn Songs meilenweit über dem alltäglichen Niveau anzusiedeln. Vor allem aber gehen LEVARA weder verkrampft rückwärtsgewandt vor, noch wollen sie auf Gedeih und Verderb als modern gelten. Daher wäre es in der Tat denkbar, dass man eines Tages in der Rückschau auf die Karriere von LEVARA bewundernd davon sprechen wird, wie erstaunlich zeitlos und eigenständig schon das erste Album des Trios gewesen ist. Einen gekonnten ersten Schritt haben LEVARA auf alle Fälle getan und uns damit verdammt gute Musik geschenkt.

REVIEW 8.0 26.05.2021

(Album, RH 408, 2021)

BILLY F GIBBONS - Hardware

Schon komisch: Während ZZ Top seit neun Jahren ohne Album sind, ist Mastermind BILLY F GIBBONS als Solist umso produktiver. Neben den „Desert Sessions“ von Busenkumpel Josh Homme und Gastauftritten bei Rockstar-Kollegen (Jeff Beck, Social Distortion) legt er mit „Hardware“ bereits seinen dritten Alleingang vor. Und der - da liegt die Ironie - unterscheidet sich nur marginal vom Output der „little big band from Texas“. Gibbons ersetzt Dusty Hill und Frank Beard zwar durch Drummer Matt Sorum (The Cult, Guns N´ Roses) und Ausnahme-Gitarrist Austin Hanks, wandelt aber weiter in der bewährten Schnittmenge von Hardrock und Blues - mit einem bewusst erdigen, dreckigen Sound sowie einer Gangart, die zwischen Liegestuhl und durchgetretenem Gaspedal variiert und die er gelegentlich mit ein bisschen Surf, Country oder Tex Mex garniert. Business as usual - was (im positiven Sinne) auch für die Texte gilt. In denen zeigt sich die ganze Klasse des 71-jährigen Fußmattenbartträgers: Er ist so selbstironisch und witzig, dass man stellenweise laut lachen muss. Etwa wenn er als verliebter Sugardaddy in ´More, More, More´ abblitzt, nur mit Hilfe einer ´Spanish Fly´ zum Stich kommt, darüber philosophiert, dass er in seinem letzten Leben ein Highway war, oder er sein Siebziger-Alter-Ego Rev. Willie reanimiert (in ´West Coast Junkie´). Da ist Gibbons voll in seinem Element, genau wie bei der Koketterie mit seiner Reibeisenstimme. Nett auch das Artwork: Die „fiese kleine Schwester“ des „Eliminator“-Hod-Rods, die den vielsagenden Titel „The Whiskey Runner“ trägt. A continuación!

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