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IN EXTREMO

Die Verrückten sind in der Stadt

Ausgabe: RH 140

Da sind sie wieder, unsere mittelalterlichen Helden aus Berlin. Und sie haben uns ihr Doppelleben mitgebracht - das Mittelalter, das an Wochenenden auf diversen Märkten Einzug hält. Dann werden Stromgitarren und deren Spieler, Drums und Mischpult zu Hause gelassen, und IN EXTREMO sind statt sieben nur noch "6 Vaganden, die ihr Glück in der Hölle fanden". "Die Verrückten sind in der Stadt" ist eine Akustik-Live-Scheibe, rein instrumental, rein traditionell. Frontmann Michael fungiert überwiegend als Geschichtenerzähler - ein Metier, das der Mann glänzend beherrscht. Dieses Album drückt sein Augenzwinkern aus. In musikalischer Hinsicht zeigt "Die Verrückten..." beeindruckend auf, daß IN EXTREMO mitreißender, packender, mutiger, ja einfach lebendiger vorgehen als Genre-Kollegen wie Corvus Corax, deren zeitgleich erschienenes aktuelles Album zur mittelschweren Enttäuschung geraten ist, oder Cradem Aventiure, die allerdings ihren Schwerpunkt mehr im Bereich der Magie und Mystik haben. IN EXTRMO hingegen geht es vor allem um Unterhaltung und Spaß - und nicht um die "wahre Lehre", was immer diese auch ausdrücken mag. Seien es 'Totus Florio', 'Traubentritt' oder das altnorwegische 'Villeman Og Magnhild' - bei unseren Berlinern ist die Vergangenheit nicht finster. Warum sollte es dann die Gegenwart sein? Eben...

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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