Review

Reviews 9.5

ILLDISPOSED

Burn Me Wicked

Ausgabe: RH 229

(41:52)

Ein Album der Superlative: 'Burn Me Wicked' donnert schwerer, brutaler, eingängiger, packender, schlicht und einfach viel größer als alle bisherigen Todesmetall-Veröffentlichungen des Jahres (inklusive der wirklich superben Kataklysm-Platte) aus den Boxen und übertrifft sogar den Vorgänger-Hammer '1-800 Vindication'.

Aber der Reihe nach: Das dänische Prügelkommando setzt mehr denn je auf Abwechslung. Schnelle Kracher wie das wunderbare ´Shine Crazy´ sind nicht mehr in der Minderheit, sondern ein perfekt austarierter Gegenpol zu den massiven Midtempo-Groovern. Und mit Groove meine ich auch G.R.O.O.V.E.! Die gesamte Kopfnick-Szene dieses Planeten sollte sich mal ´Case Of The Late Pig´, ´Throw Your Bolts´ (na, welche Band stand bei diesem Titel Pate?) oder ´Slave´ (Fronter und Depeche-Mode- Fan Bo verarbeitet seine Lieblingsthematik 'master and servant') anhören - und danach betreten schweigen. DAS sind zuverlässige Nackenwirbelbrecher! Knack, knack und tot.

Aber nicht nur die Mischung aus Treffsicherheit und (glänzend produzierter) Durchschlagskraft verdient allerhöchsten Respekt: ILLDISPOSED wagen es, das Reinheitsgebot ad absurdum zu führen. Wie schon auf '1-800 Vindication' setzen sie auf teilweise clubtaugliche Samples und lassen ihrem Gastgoldkehlchen Mikkel Sandager (Mercenary) die Freiheit, gleich vier Stücke mit seinem Klargesang zu bereichern, was dem Album äußerst gut tut.

Kurz bevor die Brutal-Party zu Ende ist, steigt der Punk: ´Illdispunk ´d´ heißt die künftige dreisprachige Bandhymne, die du, du und auch du bei Konzerten mitbellen wirst. Da bin ich mir ganz sicher!

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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