Review

Reviews 9.0

I

Between Two Worlds

Ausgabe: RH 234

(42:41)

Abbath hat Immortal zwar (vorübergehend) zu den Akten gelegt, aber in den letzten Jahren nicht untätig im norwegischen Wald herumgesessen. Mit ein paar alten Kumpels gründete er das Projekt I (ziemlich dämlicher Name, wie ich finde), das eine stilistische Mischung aus den epischeren Immortal-Stücken (à la ´Blashyrkh´) und Bathory in der „Blood Fire Death“/“Hammerheart“-Phase, veredelt mit einer Prise Motörhead, darstellt. Abbaths Gesang ist im Vergleich zu Immortal etwas kehliger, knarziger ausgefallen, was wohl daran liegt, dass unser Kollege aus dem ewigen Eis nebenbei in einer Motörhead-Coverband den Lemmy mimt.

Stellenweise benutzt Abbath typische Quorthon-Gesangslinien und -Phrasierungen (gut nachzuhören im Titelsong ´Between Two Worlds´) und bemüht sich, sein Rhythmusgitarrenspiel noch abwechslungsreicher als in der Immortal-Spätphase zu gestalten. Das Ergebnis sind äußerst atmosphärische, klanglich dichte Monumentalwerke (´Warriors´, ´Battalions´, ´Mountains´!), die immer noch den alten, norwegischen Black-Metal-Spirit verströmen, gleichzeitig aber starke Hardrock-Einflüsse aufweisen. Wenn ich euch jetzt noch erzähle, dass „Between Two Worlds“ zu Fenriz´ momentaner Lieblingsbeschallung gehört, müsste das ausreichen, um den Namen I im Kleinhirn abzuspeichern, oder?

Das Echt-Metal-Highlight des Monats!

Autor:
Götz Kühnemund

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