Review

Reviews 8.5

HELL

Curse & Chapter

Ausgabe: RH 319

Nuclear Blast/Warner (59:53)

„Human Remains“ war für viele eines der herausragenden Metal-Alben des Jahres 2011 und hat auch im Rückblick nichts an Glanz eingebüßt. Fast alle Songs der Scheibe stammten von uralten, nur im Underground bekannten Demos der (damaligen) britischen Antwort auf Mercyful Fate. Auf dem Nachfolger „Curse & Chapter“, für den sich die Band über zwei Jahre Zeit gelassen hat, sind nur noch vereinzelt Überreste der alten Kultdemos (z.B. ´Land Of The Living Dead´, ´The Disposer Supreme´ und ´Deliver Us From Evil´) zu finden, der weit größere Anteil besteht aus neuem Material. Ein großer Qualitätsunterschied ist da zwar nicht auszumachen, aber es fällt auf, dass die Highlights des neuen Albums - ´Land Of The Living Dead´ und ´Deliver Us From Evil´ - eben doch aus den frühen Achtzigern stammen.
Man muss Andy Sneap (der ja die treibende Kraft hinter der HELL-Reunion war und ist) zweifellos zugute halten, dass er sämtliche neuen Songs an den alten, inzwischen in der Szene etablierten Stil angepasst hat. Sprich: Jede einzelne Komposition besteht aus mehreren Killerriffs, gelungenen Breaks, viel Theatralik und sehr abwechslungsreichem, atmosphärischem Gesang. Die neue Single ´The Age Of Nefarious´ ist eine gelungene Mischung aus „alter“ Mercyful-Fate/Sabbat-Dramatik und „neuer“ Accept-Härte. Der Gitarrensound tendiert dabei eher Richtung Wolf Hoffmann 2013 und klingt eine winzige Spur moderner als auf „Human Remains“. Im Großen und Ganzen wird die Klasse des überragenden Debüts (vor 2011 gab es ja lediglich einen nie veröffentlichten HELL-Longplayer und zwei Singles) gehalten, auch wenn „Curse & Chapter“ in der Volltrefferdichte leicht den Kürzeren zieht.

Autor:
Götz Kühnemund

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