Review

Reviews 7.5

HAVOK

Conformicide

Ausgabe: RH 358

Century Media/Sony (57:55)
Bassistenwechsel machen sich eigentlich selten bemerkbar, auf „Conformicide“ fällt der neue Tieftöner aber enorm ins Gewicht: Neu-Bassist Nick Schendzielos (Job For A Cowboy, Cephalic Carnage) rückt HAVOK mit einigen progressiven, funkigen Basslinien ein gutes Stück in die Tech-Thrash-Ecke (was manchmal sogar an Anacrusis erinnert... - bk). Auch die Gitarrenarbeit gemahnt diesmal eher an Megadeth als Exodus, der Klampfensound fällt gar ähnlich furztrocken wie auf „Rust In Peace“ aus. Aber HAVOK bleiben sich und dem Thrash-Regelwerk auch in vielerlei Hinsicht treu: In den Lyrics wird gegen organisierte Religionen, Medien und Regierungsvertreter gewettert, während Frontmann David Sanchez sich so sehr die Seele aus dem Leib krächzt, dass das Mikro zerrt (was Produzent Steve Evetts anscheinend supi findet). Durch den leichten Prog-Einschlag verliert die Band allerdings des Öfteren die eingängigen Refrains und Hooks aus den Augen. Aber mit dem Schreiben von lupenreinen Hits, wie sie Bands wie Anthrax oder Kreator noch heute fabrizieren, haben sich bisher nur die wenigsten der „neuen“ Thrash-Bands wirklich hervorgetan. Von daher ist Sanchez´ Anspruch - „Wenn die alten Bands sich zur Ruhe setzen, werden wir da sein, um die Lücke zu füllen!“ - etwas hoch gegriffen.

Autor:
Ronny Bittner

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