Review

Reviews 8.5

GRAVE DIGGER

Return Of The Reaper

Ausgabe: RH 327

Napalm/Universal (43:32)
GRAVE DIGGER sind wieder da! Der Fünfer um Frontmann Chris Boltendahl legt mit „Return Of The Reaper“ sein bestes Album seit „Excalibur“ vor - und letzteres stammt bekanntlich aus dem Jahr 1999. Nach dem Kurs, den die Teutonen-Urgesteine in den vergangenen Jahren gefahren sind (Fantasy- bis Mittelalter-Konzepte, reichlich Keyboard-Bombast, weichgespülte Produktionen), ist auf der neuen Platte endlich wieder das angesagt, was GRAVE DIGGER in den Achtzigern und Neunzigern zu einem der besten deutschen Metal-Acts gemacht hat: schnörkelloser, energiegeladener Heavy Metal. Der Nebeneffekt ist, dass man Tastenmann Hans Peter Katzenburg quasi arbeitslos gemacht hat, denn der Keyboarder kommt diesmal nur bei zwei Songs zum Einsatz. Auch textlich könnte man von den letzten Scheiben kaum weiter entfernt sein: Auf der lyrischen Speisekarte stehen u.a. tätowierte Biker, mordende Methheads und Dämonenbesessenheit. Musikalisch deckt man die komplette Bandbreite zwischen fixem Doublebass-Smasher (´Hell Funeral´), getragenem Midtempo-Stampfer (´Dia De Los Muertos´) und Ballade (´Nothing To Believe´) ab. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die letzten Platten des Fünfers waren natürlich weit davon entfernt, Totalausfälle zu sein. Aber „Return Of The Reaper“ ist ein richtig geiles Album. Und das hätte ich der Bande in dieser Form, da will ich ehrlich sein, nicht mehr zugetraut.

Autor:
Jens Peters

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