Review

Reviews 8.0

GRAND MAGUS

The Hunt

Ausgabe: RH 300

Nuclear Blast/Warner (44:33)

Die neue GRAND MAGUS geht noch mehr Richtung Achtziger-Heavy-Rock als ihre beiden Vorgänger und setzt den Schwerpunkt bei Melodie statt bei (doomiger) Härte. Das mag auf manche Hörer zunächst etwas gebremst und „zahnlos“ wirken, ist in meinen Augen aber der richtige, logische Schritt. GRANDS MAGUS wollen da ansetzen, wo Dio damals nach „Mob Rules“ mit Black Sabbath aufhörte - und während sich Dio 1983 mit „Holy Diver“ dem puren Metal zuwandte, erinnern sich GRAND MAGUS eher an Rainbow. Die ganz großen Epen (´Stargazer´, ´Gates Of Babylon´) haben sie zwar nicht drauf, aber die letzten Dio-Solowerke (nicht Heaven & Hell) übertreffen sie mit gediegenen Midtempo-Ohrwürmern wie ´Starlight Slaughter´, ´Sword Of The Ocean´, ´Valhalla Rising´ oder ´The Hunt´ auf jeden Fall. Dabei hilft auch die Tatsache, dass Frontmann JB immer besser singt. Eine charakteristische, kraftvolle Stimme hatte er schon immer, aber es gelingt ihm mit jedem Album besser, dieses gewisse Dio-Pathos einzuflechten.

Es wird Leute geben, denen „The Hunt“ nicht brachial und urwüchsig genug klingt - aber diese Zielgruppe ist bei GRAND MAGUS eh schon seit Jahren nicht mehr an der richtigen Adresse. Altmodischere Trad-Metal-Fans werden die Band dafür nach dieser Scheibe (noch) ernster nehmen.

Autor:
Götz Kühnemund

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