Review

Reviews 8.0

GRAND MAGUS

Iron Will

Ausgabe: RH 254

DAS ist aber eine Überraschung! GRAND MAGUS aus Schweden gelten schon lange als Geheimtipp unter Doom- und Trad-Metal-Fans; dass sie aber mal ein „Album des Monats“ abliefern würden, war bislang eher unwahrscheinlich (auch aufgrund der Kompetenz diverser Kollegen, die ja gerne mal mit dem Arsch auf ihren Ohren..., Verzeihung). Nun ist es also geglückt. „Iron Will“ streichelt die Ohren (nicht den Arsch) all derer, die Black Sabbath mit Dio für das Nonplusultra im Heavy Metal halten. Doomige, schwere, soundtechnisch astreine Riffs treffen auf melodischen, majestätischen, souveränen Gesang, der dieses typische Dio-Pathos transportiert, ohne eine Kopie zu sein. Janne Christoffersson klingt von der Stimmfärbung her ganz anders als der kleine Sangesgott mit der Regenbogen-Lyrik, aber er dürfte die gleiche Zielgruppe ansprechen. Seine Gitarrenarbeit ist zudem so sehr von Iommi in der Dio-Ära inspiriert, dass man unweigerlich an „Heaven And Hell“ und „Mob Rules“ denken muss, obwohl GRAND MAGUS deutlich simpler und straighter agieren. Abwechslungsreichtum und Dynamik sind trotzdem garantiert, so dass man sich „Iron Will“ am liebsten am Stück anhört - auch weil die Qualität der neun Songs „nach hinten hin“ noch zunimmt.

Klassischer, melancholisch eingefärbter Metal also, der von der Atmosphäre her in den Doom-Bereich fällt, aber weit darüber hinausreicht. Sollte jeder Metal-Maniac gehört haben - außer beinharten Speed-Freaks.

Autor:
Götz Kühnemund

AMAZON EMPFEHLUNG

Interessante Artikel:


Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.