Review

Reviews 8.0

FOO FIGHTERS

Concrete And Gold

Label: Sony
Dauer: 48:28
Ausgabe: RH 366

Für Dave Grohl ist „Concrete And Gold“ eine „Motörhead-Version von „Sgt. Pepper´s...““. „Queens Of The Stone Age meets „The White Album““ trifft es noch ein bisschen besser. Die FOO FIGHTERS sind die einzige aktuelle Stadion-Rock-Band, die trotz großer Hymnen (diesmal vor allem ´Arrows´, ´Dirty Water´, ´The Line´ und ´The Sky Is A Neighborhood´) immer noch wie eine experimentierfreudige Garagen-Rock-Kapelle klingen kann. Diese Garage hat aufgrund des bombastischen Gesamtsounds zwar die Größe einer Kathedrale, die Atmosphäre darin atmet aber oft noch das Krawallige der Prä-FOO FIGHTERS-Phase Grohls. Das Tribal-Rock-Groovemonster ´Run´ mit seinem teils geschrienen Gesang oder das ebenfalls ziemlich ruppige ´La Dee Da´ haben so gar nichts Poliertes an sich. Die Band kann aber auch brillant arrangierte, wendungsreiche Wundertüten-Nummern wie den Anderthalbminüter ´T-Shirt´ oder das ein wenig an Biffy Clyro erinnernde ´Dirty Water´, klanggewaltige Pink-Floyd-Mondreisen (´Concrete And Gold´) und Beatles-Verbeugungen wie ´Happy Ever After (Zero Hour)´ oder das von Paul McCartney höchstpersönlich eingetrommelte (!) ´Sunday Rain´. Und das alles mit unaufdringlich-eindringlichen Hooklines. Viel besser geht große Rock-Kunst im Mainstream-Sektor kaum.

Autor:
Michael Rensen
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