Review

Reviews 8.0

EVOCATION

Illusions Of Grandeur

Ausgabe: RH 305

Century Media/EMI (42:11)

Alte Schule sind nur noch das Covergemälde und vielleicht Material von den drei Digipak-Bonustracks. EVOCATIONs Plattensammlungen mögen weiter 1996 aufhören, nicht aber Sound und Songwriting: Sie haben die Versetzung aufs College geschafft. Der Unterschied zwischen dem vierten Album und den kürzlich erneut aufgelegten Demoschätzen der Schweden aus den frühen 1990ern könnte nicht größer sein. Eine schleichende Tendenz, aber sicher nicht dem Labelwechsel von Cyclone Empire zu Century Media geschuldet, die in letzter Zeit ihr Old-School-Sortiment mächtig aufstockt. Die Tour mit Amon Amarth hat weit mehr Spuren hinterlassen als nur den Gastgesang von Johann Hegg in ´Into Submission´. EVOCATION präsentieren sich zwischen einer Light-Version von At The Gates (´Well Of Despair ´, ´I´ll Be Your Suicide´) und den besagten Wikingern, was den Gitarrenmelodie-Zuschnitt betrifft. Der rohe Stockholmer Charakter ist keimfreiem Mainstream-Schwedentod mit entschärftem Gesang und einer zeitgemäßen, glatten Produktion gewichen.

Bei aller Liebe zu den Jungs und Anerkennung für das Songwriting: Dieser zweifelsohne professionell inszenierten Hintergrundmusik fehlt der letzte Kick, um dem Altfan den Bleifuß von der Euphoriebremse zu schubsen. Für mich ist es „La Grande Disillusion“. Den live frisch angefixten Kiddies wird´s aber gefallen.

Autor:
Björn Thorsten Jaschinski

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.