Review

Reviews 9.0

EVEREVE

Regret

Ausgabe: RH 148

Jau, das isses! So muß Gothic Metal klingen! Dokumentierte bereits der zu Unrecht etwas untergegangene Zweitling "Stormbirds" eine echte Weiterentwicklung des auf dem hochgelobten Debüt vergleichsweise noch eindimensional angelegten Sounds, so laufen die durch zahlreiche Schicksalsschläge und Probleme gebeutelten Süddeutschen auf "Regret" zur absoluten Höchstform auf. Vielleicht liegt's auch nur an der clever arrangierten Tracklist? Anyway: Die ersten vier Songs knallen ohne Ende und sind mit großem Abstand das Beste, was mir aus diesem Bereich seit langem um die Lauschlappen gehämmert wurde. 'Misery's Dawn', 'Fall Into Oblivion', 'Kolyma' und 'Redemption' heißen die Kracher, die euch demnächst schon im Ballertempel eures Vertrauens das Leben angenehm machen bzw. um den Verstand bringen werden. Es grenzt fast schon an Unverschämtheit, wie locker hier relativ simpel gehaltene Arrangements mit hitverdächtigen Refrains gekreuzt wurden. Der neue Shouter macht einen verdammt guten Eindruck, erinnert mich mächtigst an Ex-Secret Discovery-Frontmann Kai Hoffmann und peitscht seine Truppe unablässig nach vorn: dahin, wo die Boxen glühen und die Tanzbeine ekstatisch übers gebohnerte Parkett schwingen. Extrem gelungen ist auch die furiose Coverversion des Animals-Standards 'House Of The Rising Sun', die null Wünsche offen läßt und eure mit dem Original vertrauten Eltern dem Herzkasper in die Arme treiben dürfte. Ergo: Wem Tiamat 'ne Spur zu introvertiert und Love Like Blood zu gothic sind - bitteschön, hier reinhören und zugreifen. Was EVEREVE auf "Regret" abbrennen, ist ein oberamtliches Feuerwerk an Hits, wie ich es seit dem Secret Discovery-Meilenstein "A Question Of Time" nicht mehr gehört habe. Und das ist wohl Kaufargument genug!

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