Review

Reviews 8.0

ENEMY OF THE SUN

Shadows

Ausgabe: RH 248

(53:41)

Nach dem Ende der innovativen Neo-Thrash-Combo Grip Inc. meldet sich Hauptsongwriter Waldemar Sorychta nun mit seiner neuen Band ENEMY OF THE SUN lautstark zurück. „Shadows“ übertrifft die Erwartungen an die Grip-Inc.-Nachfolge sogar, weil Sorychta in stilistischer Hinsicht noch viel weiter über den metallischen Tellerrand hinausblickt als zu Grip-Inc.-Zeiten. Wer sich mit der Experimentierfreudigkeit einiger Tracks von „Incorporated“ anfreunden konnte, wird mit „Shadows“ seine helle Freude haben. So wurden die bei einigen Grip-Inc.-Songs bereits etablierten Flamenco-Gitarren-Sounds noch weiter ausgebaut und bereichern die Kompositionen enorm. Zusätzliche Würze wird dem Ganzen durch einen leichten System-Of-A-Down-Touch in der Melodieführung verliehen. Doch die Integration der stilfremden Elemente klingt zu keiner Sekunde konstruiert, sondern stets homogen und heavy as hell. Dabei ist es vor allem erstaunlich, wie gut Sorychtas Mitmusiker in die riesigen Fußstapfen von Ausnahmemuckern wie Dave Lombardo und Vokalist Gus Chambers treten. Das betrifft nicht nur Sänger Jules Näveri, der von fetten Growls bis zu Mike-Patton-artigen Gesängen alles draufhat; auch Drummer Daniel Zeman verprügelt sein Kit ähnlich präzise wie Lombardo.

ENEMY OF THE SUN bieten modernen Metal, der sich vor allem durch überdurchschnittliche Innovation auszeichnet. Welcome back at the top!

Autor:
Ronny Bittner

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