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REVIEW 7.5 22.11.2017

(Dynamit, RH 367, 2017)

GALACTIC COWBOYS - Long Way Back To The Moon

Im Zuge eines zweifellos vorhandenen musikalischen Revival-Booms zumindest der ersten Hälfte der neunziger Jahre kehren nun auch die GALACTIC COWBOYS zurück, deren vor allem erste Dreher „Galactic Cowboys“ (1991) und „Space In Your Face“ (1993), beide über den Major Geffen erschienen, als hochmelodische, nun ja, Pantera-Version von King´s X nicht nur der gemeinsamen Heimat Texas alle Ehre machten - die Dinger (es folgten noch vier weitere Alben zwischen 1996 und 2000 im kleineren Rahmen) waren echte Smasher mit einer knackfrischen, relativ einzigartigen Form des Songwritings, zu der allerdings, aktueller Buzz hin oder her, eben nur zwei, drei Sommer lang getanzt wurde. Ein bisschen wirkt „Long Way Back To The Moon“, zudem mit seiner knochentrockenen Produktion, denn auch aus der Zeit gefallen, allerdings im angenehmen Sinne, zumal sich Ben Huggins & Co. einfach auf das konzentrieren, was sie am besten können: Beatles-Hooks und beinahe thrashige Gitarren. In erster Linie diverse härtere, eher straighte Stücke wie ´Next Joke´ oder ´Hate Me´ hätte man sich auch für eine bessere Kompaktheit sparen können, anderes, darunter der bockstarke Triple-Auftakt mit ´In The Clouds´, ´Internal Masquerade´ und ´Blood In My Eyes´, muss sich dagegen nicht zwingend hinter dem Frühwerk verstecken. Oder sagen wir es so: Die stärksten 40 Minuten von „Long Way Back To The Moon“ hätten durchaus einen halben, vielleicht sogar einen ganzen Punkt mehr verdient, als hier unten in der Endabrechnung steht.

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REVIEW 8.5 25.10.2017

(Dynamit, RH 366, 2017)

PROCESSION - Doom Decimation

Frei nach Grand Funk Railroad: „We´re a chilenean band!“ Obwohl Mainman Felipe Plaze (v./g.) schon seit langem in Schweden wohnt (und mit Jonas Pedersen und Uno Bruniusson zwei weitere Skandinavier an Bord sind), sieht er die Herzensangelegenheit PROCESSION  nach wie vor als Projekt seiner Heimat; dass „Doom Decimation“, neben diversen EPs/7“s Album Nummer drei seit 2010, unter Old-School-Bedingungen in Chile entstehen sollte, stand für ihn immer außer Frage. Zu sagen, das würde man nun wirklich merken, wäre nicht mehr als Kaffeesatzleserei, die Tiefe und Leidenschaft der Platte sind aber so oder so unüberhörbar: „Doom Decimation“ stellt dementsprechend einmal mehr ein lange fesselndes Genre-Highlight dar, das vielleicht nicht ganz so schnell zündet wie die in meinen Ohren diesmal übermächtige Monatskonkurrenz „The Crowning Of The Fire King“ von Sorcerer (stilistisch verhalten sich PROCESSION zu Sorcerer in etwa so wie meinetwegen Count Raven zu Candlemass), wegen seiner generellen Ungeschliffenheit Supporter eher harscherer Sounds (unsere Mandy zum Beispiel) aber trotzdem mindestens genauso schnell begeistern sollte. Bereits die A-Seite der Platte offeriert alles, was Doom ausmacht, ja: ausmachen sollte, am geilsten wird´s allerdings hinten raus: Die abschließende Dreieinigkeit ´All Descending Suns´ (mit Bathory/Primordial-Touch), ´As They Reached The Womb´ und ´One By One They Died´ (apropos Count Raven: PROCESSION waren nie näher an Fodde Fondelius & Co. als hier) kommt mit einer Extraportion Sahne-Melodie, die noch lange nachhallt, wenn die letzten Töne verklungen sind. Chile oder Schweden? Hauptsache, Doom, Alter!

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