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REVIEW 8.5 19.12.2018

(Dynamit, RH 380, 2018)

NAILED TO OBSCURITY - Black Frost

Keine Ahnung, ob der Label-Aufstieg zum Branchenriesen Nuclear Blast den Niedersachsen NAILED TO OBSCURITY einen Kreativitäts- und Qualitätsschub verliehen hat, aber Fakt ist: Mit „Black Frost“ erreicht der Fünfer ein neues Level - musikalisch gereift, atmosphärisch unheimlich dicht, sodass man mittlerweile auf Augenhöhe mit Bands wie Katatonia, Opeth oder Ghost Brigade agiert. Die sieben von V. Santura (Triptykon, Secrets Of The Moon, Obscura) kraftvoll und transparent produzierten Epen atmen, fließen und besitzen eine enorme Strahlkraft. Dabei umschiffen NAILED TO OBSCURITY mit ihrem progressiv angehauchten Death/Dark-Metal jegliche Klischees und finden mit „Black Frost“ ihre komplett eigene Nische. Die beiden Gitarristen spielen wunderbare Melodien, die immer wieder zum Träumen verleiten (´Black Frost´), aber auch die nötige Härte lässt man nicht außen vor und hämmert bisweilen ganz schön heftige Riffs. Einen großen Satz nach vorne hat zudem Sänger Raimund gemacht, der mächtig an seinen cleanen Vocals gearbeitet hat und eine erstaunliche Variabilität an den Tag legt, explizit nachzuhören im an neuere Katatonia erinnernden, herrlich melancholischen ´Tears Of The Eyeless´. „Black Frost“ ist Musik für nachdenkliche Menschen, für kalte Winterabende vor dem Kamin, aber „Black Frost“ ist auch Musik für lebensfrohe Menschen, die sich auf den nächsten Frühling freuen. Eine Platte mit Suchtpotenzial. Grandios!

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REVIEW 9 19.12.2018

(Dynamit, RH 380, 2018)

LEGION OF THE DAMNED - Slaves Of The Shadow Realm

Kollege Jaedike hat es bereits in seinem Vorabbericht im letzten Heft angedeutet: Der siebte LEGION OF THE DAMNED-Longplayer „Slaves Of The Shadow Realm“ ist ein Knaller geworden und zeigt die Tulpen-Thrasher so energiegeladen, frisch und angriffslustig wie schon lange nicht mehr. Die Riffs und die Andy-Classen-Produktion knallen ohne Ende, Maurice Swinkels keift und geifert mit einer Bösartigkeit, die ihresgleichen sucht, dazu das punktgenaue, treibende Power-Drumming von Erik „Möllemann“ Fleuren, und fertig ist die vielleicht beste Legion-Platte seit dem sagenhaften „Malevolent Rapture“-Debüt aus dem Jahre 2007. Egal, ob man den Laser bzw. die Nadel bei mörderischen Abrissbirnen wie 'Nocturnal Commando' oder bei eher Midtempo-lastigen, fiesen Bangern der Kategorie Titelsong absetzt, Legion sind eine Macht und eine Vernichtungsmaschine. Die eher black-metallischen Vibes im Gitarrensound/Spiel von Twan Van Geel bringen eine höllische Garstigkeit in die Legion-Mucke und bescheren dem Quartett somit einen unverwechselbaren Sound. Die Qualität der Scheibe ist durchgehend sehr hoch, als absolute Übersongs möchte ich euch aber noch die brutale Thrash-Granate 'Warhounds Of Hades' und das abschließende, von einem Killer-Riff angetriebene 'Dark Coronation' mit auf den Weg geben. „Slaves Of The Shadow Realm“ könnte tatsächlich das „Reign In Blood“ von LOTD werden. Welcome back, guys!

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