Review

Reviews 8.0

DREAM THEATER

Dream Theater

Ausgabe: RH 317

Roadrunner/Universal (68:07)

Eigentlich setzen DREAM THEATER ihren auf dem fabelhaften „A Dramatic Turn Of Events“ eingeschlagenen Kurs nahtlos fort: Die zwischenzeitlichen Ausflüge in Richtung Thrash Metal und Muse bleiben auch auf dem zweiten Album der Post-Portnoy-Ära tabu, stattdessen variiert man gekonnt die durchaus noch nicht erschöpften Erfolgsformeln der goldenen „Images And Words“/„Awake“/„Scenes From A Memory“-Phase. Allerdings verzettelt sich die Band diesmal an einigen Stellen mit allzu sprunghaften Songverläufen, die wie am Reißbrett entworfen wirken (´Enigma Machine´, ´Behind The Veil´), beschränkt sich auf größtenteils „nur“ gute, nie wirklich magische Gesangsmelodien und fährt eine arg fette In-your-face-Produktion auf, der es ein wenig an Wärme fehlt. Am auffälligsten häufen sich diese drei Begeisterungshemmer im 22-minütigen ´Illumination Theory´, dessen megapompöse orchestrale Hollywood-Soundtrack-Schwelgereien keinerlei Zusammenhang zu den übrigen Passagen haben, weil ein melodischer roter Faden fehlt.

Aber natürlich ist das Gemecker auf hohem Niveau: Das furiose, ´Six Degrees...´-artige Intro ´False Awakening´, die von einem fantastischen Gitarrensolo (Petrucci brilliert eh fast durchgehend) gekrönte Riffgewitter-Hymne ´Enemy Inside´, die cineastischen Bombast-Epen ´The Bigger Picture´ und ´Surrender To Reason´ (mit kleinen Rush-Verbeugungen) sowie die tolle Halbballade ´Along For The Ride´ sind edle Prog-Metal-Perlen, denen auch der etwas zu aufdringliche Gesamtsound nichts von ihrer Grandiosität raubt.

Autor:
Michael Rensen

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