Review

Reviews 8.0
Folk Metal

DORIAN SORRIAUX

Hungry Ghost

Label: Soulseller/Soulfood
Dauer: 14:03
Erscheinungsdatum: 29.06.2018
Ausgabe: RH 374

Mit „Hungry Ghost“ traut sich der schüchterne DORIAN SORRIAUX aus seiner Komfortzone als gefeierter Blues- und Hardrock-Gitarrist von Blues Pills. Auf den vier Tracks seiner Debüt-Solo-EP, die komplett ohne elektrische Verzerrung auskommt, lebt Dorian seine Vorliebe für düstere, psychedelische Folk-Musik aus und zeigt, dass er auch als Singer-Songwriter keine schlechte Figur macht und sich textlich mit düsteren Themen (´Hungry Ghost´ behandelt die menschliche Gier nach mehr) auseinanderzusetzen vermag. Man darf auf das Debütalbum gespannt sein!


3 Fragen an Dorian Sorriaux:

Dorian, du wirst für deine E-Gitarren-Künste geschätzt. War es eine große Umstellung für dich, auf „Hungry Ghost“ Akustikgitarre zu spielen und auch noch zu singen?

»Nein, das ging mir recht leicht von der Hand, weil ich schon seit meinen Teenager-Tagen Folk-Musik höre und langsam damit anfing, Songs auf der Akustikgitarre zu schreiben. Aber es ist mit dem Finger-Picking und den verschiedenen Stimmungen schon eine andere Art des Gitarrespielens, mit der ich mich vor einem Jahr näher auseinandersetzte. Es fühlt sich also immer noch neu und frisch an, auch wenn es eine natürliche Entwicklung war. Das Gleiche gilt für das Singen. Ich stand vorher noch nie singend mit einer Akustikgitarre auf einer Bühne, aber es bereitet mir sehr viel Spaß.«

Wirst du in Zukunft weiterhin als Solokünstler Musik veröffentlichen?

»Ja, das ist mein Plan. Ich habe ein komplettes Album geschrieben und genieße es, mein Material live zu spielen. Meine Solo-Songs geben mir eine neue Perspektive auf die Musik von Blues Pills, und so kann ich noch mehr schätzen, was wir geschaffen haben.«

Wird der Stil von „Hungry Ghost“ einen Einfluss auf das Songwriting von Blues Pills haben?

»Ich denke nicht, dass das eine große Rolle spielen wird, denn „Hungry Ghost“ ist von vorne bis hinten mein Ding, während Blues Pills eher eine Kollaboration von vier Musikern mit Elin (Larsson, BP-Sängerin - rb) und Zack (Anderson, BP-Bassist - rb) als Hauptsongwriter darstellen. Aber ich denke, dass ich über das letzte Jahr als Komponist selbstbewusster geworden bin, wodurch ich mich in Zukunft bestimmt besser ausdrücken kann, wenn wir mit der Band an neuen Songs arbeiten. Das muss aber nicht heißen, dass das nächste Blues-Pills-Album in die Richtung von „Hungry Ghost“ gehen wird. Ich vermute, dass es im Vergleich zum letzten Longplayer eine rauere, aufs Nötigste reduzierte Produktion geben wird. Stilistisch wird sich das Material wahrscheinlich irgendwo zwischen „Lady In Gold“ und dem Debüt bewegen, versehen mit einigen neuen Inspirationen.«

Autor:
Ronny Bittner

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