Review

Reviews 8.0

DOG EAT DOG

All Boro Kings

Ausgabe: RH 84

Vom Sockel gehauen hat mich ihre '93er EP "Warrant" nicht gerade. Umso überraschender ist es, dass DOG EAT DOG die erstmals zu absolvierende Longplay-Distanz beinahe makellos überstehen. Nicht dass ich darauf gewartet hätte, aber die Band aus New Jersey beweist eindrucksvoll, dass sich Blechbläser und harte Gitarrensounds durchaus nicht im Wege stehen. Anders als die zu sehr auf Coverversionen eingeschossenen Mighty Mighty Bosstones oder Murphy's Law, die auf ihrer letzten EP erschreckend schwach rüberkamen, wissen Hund frisst Hund, wie man Tröten und Klampfen unter einen Hut bekommt. Außerdem unterscheidet DED von genannten Bands, dass sie weder Ska- noch Reggae-Parts in ihren Sound integrieren, sondern trendgerecht auf eine HipHop-Metal-HC-Fusion setzen. Das qualifiziert sie einerseits für die Mai-Tour mit Biohazard, andererseits werden etwaige Vergleiche mit anderen Gruppen durch die experimentierfreudige Tröterei sofort im Keim erstickt. Zugute halten muss man der Band außerdem, dass sie es drauf hat, Songs zu schreiben, die im Ohr bleiben, ohne anbiedernd zu wirken. Aufs Gaspedal wird auch mal getreten, und die fette Produktion von Jason Corsaro tut ein Übriges, um "All Boro Kings" zu einer angenehmen Überraschung werden zu lassen. Mit 'No Fronts' und Who's the King' haben sie außerdem zwei todsichere Discotheken-Hits im Ärmel.

Autor:
Jan Jaedike

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