Review

Reviews 9.0

DISTURBED

Indestructible

Ausgabe: RH 253

(49:16)

Es klingt paradox, aber auf ihrem vierten Langeisen beschreitet die erfolgreichste Modern-Metal-Truppe der letzten Jahre - von „The Sickness“, „Believe“ und „Ten Thousand Fists“ wurden bis dato mehr als neun Millionen Exemplare verkauft - neue Wege, ohne an den Grundfesten ihres einzigartigen Sounds zu rütteln. Im Zentrum des DISTURBED-Kosmos stehen also nach wie vor das höllisch groovige Presslufthammer-Riffing von Gitarrist Dan Donegan und David Draimans originelle Stakkato-Vocals, die in zahllosen hymnischen Gesangslinien und ohrwurmartigen Refrains münden.

Die Unterschiede stecken demnach im Detail, womit wir bei der Produktion von „Indestructible“ wären, für die der Vierer aus Chicago nach drei Alben unter der Ägide von Johnny K erstmals in Eigenregie sorgte. Dabei fällt auf, dass sich die Herren zwar einiges von ihrem langjährigen Mentor abgeschaut haben, letztlich dann aber doch auf etwas traditionellere Hartwurst-Sounds setzen. Zudem klingen die zwölf Eigenkompositionen eine Ecke düsterer und aggressiver als die Stücke der beiden Vorgänger. In der Hinsicht erinnert „Indestructible“ manchmal an das ruppige „The Sickness“-Debüt aus dem Jahr 2000, auch wenn das Gaspedal heuer nur sporadisch betätigt wird. DISTURBED bevorzugen getragene bis Midtempo-lastige Klänge.

Anspieltipp: jede gottverdammte einzelne Note!

Autor:
Buffo Schnädelbach

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