Review

Reviews 8.5

DEVIN TOWNSEND PROJECT

Epicloud

Ausgabe: RH 305

InsideOut/EMI (50:23)

DEVIN TOWNSENDs künstlerische Reise kennt nur eine Richtung: vorwärts. Nach dem Ausloten stilistischer Extreme auf seinen ersten vier Project-Alben versucht der megakreative Kanadier auf „Epicloud“, betont positiven, stadionkompatiblen Überbombast mit komplexen futuristischen Metal-Achterbahnfahrten und vereinzelten Gospelchor-Einlagen (!) unter eine Basecap zu bekommen. Vereinzelt geht der Schuss nach hinten los (´Lucky Animals´, ´Grace´), und einige wenige der Engelsgesänge von Anneke van Giersbergen (ex-The-Gathering) klingen wie Enya im Weltraum, sprich grenzwertig kitschig, auf der anderen Seite gibt es aber auch zahlreiche innovative Großartigkeiten zu bestaunen. Vor allem das Pop-Metal-Feuerwerk ´True North´, das grandiose ´Liberation´ („Jesus Christ Superstar“ im brachialen Sci-Fi-Gewand), die Midtempo-Hitwalze ´Where We Belong´, das „Physicist“-Remake ´Kingdom´, die Todesstern-Abrissbirne ´More!´ und die zum Heulen schöne, minimalistische Ballade ´Divine´ sind zutiefst originelle Frank-Zappa-goes-Hyperraum-Klangreisen, die man gerne auch ein zweites, drittes und 35. Mal bucht.

Autor:
Michael Rensen

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