Review

Reviews 8.5

DESASTER

The Oath Of An Iron Ritual

Ausgabe: RH 347

Kollege Schilling hat es in seinem DESASTER-Vorabbericht im letzten Heft bereits angedeutet: Die neue Scheibe „The Oath Of An Iron Ritual“ zeichnet sich durch einen absolut natürlich-erdigen und dennoch kraftvollen Sound aus, was daran liegt, dass die Koblenzer ihr achtes Studio-Langeisen zusammen mit Patrick W. Engel im eigenen Proberaum aufgenommen haben. Auch musikalisch dürfte „The Oath Of An Iron Ritual“ zu den absoluten Highlights der Diskografie zählen, denn besser kann man Death-, Thrash- und Black Metal kaum fusionieren. Sataniacs Vocals klingen unglaublich diabolisch und besessen, die Gitarren sägen und brettern, dass es eine helle Freude ist, und Huskys charakteristisches Drumming gewinnt durch die raumgreifende Produktion noch mehr an Ausdruck. Als absolute Albumhighlights gehen das von einem galoppierenden Thrash-Riff angetriebene ´End Of Tyranny´ (Killer!), das pechschwarze, episch angehauchte Inferno ´Haunting Siren´ und das doomig startende, sich nach und nach bis zur Raserei steigernde ´The Denial´ durch. Aber auch der Rest stinkt gegen dieses Top-Triumvirat nicht ab, DESASTER beweisen über die gesamte Distanz der Platte kompositorische Extraklasse und halten den Hörer durch eine hohe stilistische Variabilität bei der Stange. Selten hat ein Black-Thrash-Album mehr Spielfreude versprüht als „The Oath Of An Iron Ritual“. Klasse!

Autor:
Patrick Schmidt

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