Review

Reviews 8.5

DEMONAZ

March Of The Norse

Ausgabe: RH 287

Nuclear Blast/Warner (35:37)

Im Gegensatz zu seiner Hauptband Immortal, in der DEMONAZ ja immer noch für die Texte zuständig ist, auch wenn er (aus gesundheitlichen Gründen) nicht mehr neben seinem besten Freund Abbath auf der Bühne stehen kann, bietet der kauzige Norweger auf seinem ersten Soloalbum lupenreinen Heavy Metal, der genau die Schnittmenge aus epischen Bathory und alten Manowar (minus Eric-Adams-Gesang) trifft. Vergleiche zu Abbaths Projekt I und stilistischen Immortal-Vorlagen der Marke ´Blashyrkh´ kommen zwar unweigerlich auf, aber DEMONAZ geht auf „March Of The Norse“ einen Schritt weiter und präsentiert sich noch melodischer, noch epischer, noch pathetischer. Im Gegensatz zu Abbaths Keifstimme klingt das Organ des erklärten Blutsbruders ein wenig unspektakulärer, aber gleichzeitig flexibler, obwohl auch hier deutliche Parallelen auszumachen sind. DEMONAZ´ Gesang ist jedoch weiter in den Hintergrund gemischt, damit die recht simpel gespielten, aber äußerst effektiven Gitarren alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Ein weiterer Unterschied zu I und Immortal besteht in DEMONAZ´ überraschend melodischen Gitarrensoli, die belegen, dass die straightere Ausrichtung der Songs voll beabsichtigt und nicht etwa Ergebnis fehlenden Spielvermögens ist.

Wer - wie DEMONAZ - die epischsten Bathory-Songs vergöttert, wird in „March Of The Norse“ eine gute Alternative zu den alten Klassikern entdecken.

Autor:
Götz Kühnemund

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