Review

Reviews 9.0

DEEP PURPLE

Perfect Strangers

DEEP PURPLE waren der Konkurrenz schon immer ein Stück voraus. Nach dem vergeblichen Hoffen auf eine Wiedervereinigung der Beatles, die mit John Lennons Ermordung im Dezember 1980 ein abruptes Ende fand, ist die Reunion von Purple in der Mark II-Besetzung die erste und bis heute in puncto Medien-Echo größte "Auferstehung" der Rockgeschichte. Das Erscheinen der Comeback-Scheibe "Perfect Strangers", acht Jahre nach dem Ende des Mark IV-Line-ups durch den Tod von Tommy Bolin, setzt aber auch musikalisch Maßstäbe, weil die Herren Glover, Lord, Paice, Gillan und Blackmore keinen Aufguß zwölf Jahre alter Songwritingtechniken fabriziert haben, sondern mit einem brandneuen, frischen und von Basser Roger Glover satt produzierten Hit-Album verblüffen. Die Highlights der Scheibe stehen qualitativ in einer Reihe mit den grandiosen Kompositionen der frühen Jahre, auch wenn sie stilistisch auf einem anderen Kontinent beheimatet und nicht einmal mit Ritchie Blackmores Muckerfressermaschine Rainbow oder Whitesnake (dem erfolgreichsten Betätigungsfeld von Jon Lord und Ian Paice) vergleichbar sind. 'Perfect Strangers' entpuppt sich als unwiderstehlich monumentaler Titelsong, der Klasse-Opener 'Knocking At Your Backdoor' ist eine bunte Plakatwand für exzessiven Analsex und quicklebendiges Beispiel für Ian Gillans Format als ironisch-poetisch-politischer Texter, und wer bei dem gigantischen Slow-Song 'Wasted Sunsets' keinen Kloß im Hals fühlt, hat ein Herz aus Stein.

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