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DEATH ANGEL

Act III

Die jüngste Band der San Francisco-Thrash Metal-Gemeinde waren DEATH ANGEL, fünf Cousins einer philippinischen Einwanderer-Familie, die seit Teenager-Tagen zusammenspielten. Als „Act III“ 1990 erschien, hatte niemand Zweifel daran, dass DEATH ANGEL eines Tages in die Fußstapfen von Metallica treten würden. Doch es kam ganz anders. Die knüppelharte Musik konnte von der Major-Industrie nur unzureichend gefördert werden, und DEATH ANGEL selbst verloren an der immer stumpfer werdenden Thrash-Szene das Interesse. Dass der Fünfer wesentlich feiner gestrickt war als das Gros der Haudrauf-Kapellen, beweist das vorliegende Album. Die zahlreichen, mit überraschenden und virtuosen Breaks gespickten Riff-Attacken wie ´Stop´ oder ´Seemingly Endless Time´ unterstreichen zwar die Tradition des beinharten, supertighten Bay Area-Sounds; dass DEATH ANGEL aber auch einen völlig anderen Zugang zu der Musik hatten (womöglich aufgrund ihrer ethnischen Herkunft), steht ebenso außer Frage.

Betont locker und leicht ging den Philippinos alles von der Hand. Die Latin-beeinflusste Ballade ´Veil Of Deception´ (mit der Höhepunkt der Scheibe) unterstreicht, dass DEATH ANGEL mehr waren als „nur“ eine der größten Thrash-Hoffnungen.

Autor:
Holger Stratmann

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